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Friesenstraße - Asphaltierung                                 Stand 30.06.2017

Die Lärmbelastung durch den zunehmenden motorisierten Verkehr auf der kopfsteingepflasterten Friesenstraße versuchen Bezirk und Senat mit einer Asphaltierung zu reduzieren. Diese soll noch vor der Begegnungszone Bergmannstrasse realisiert werden.

Laut Aussagen im bezirklichen Verkehrsausschuss vom 01.06.2017 wird weiterhin von einem Baubeginn im Juni 2017 ausgegangen.

Verkehrsführung während der Bauzeit

Aus dem Plan des Bezirksamt zur Verkehrsführung ergibt sich,

  • dass die Friesenstraße für die gesamte Bauphase (wir gehen von mind. einem  Jahr aus) zu einer Einbahnstraße "bergauf" wird: während der ersten Bauphase auf der östlichen Seite, dann wird die Einbahnstraße je nach Bauphase (s.u.) entsprechend verlegt;

  • dass der 248 er Bus durchgehend bergauf fahren wird  (etwas irritierend auf dem Plan: Die Haltestellen auf der östlichen Seite sind durchgekreuzt - bedeutet nur: die Haltestellen für den Bus bergab Richtung Mitte entfallen, es bleiben die Haltestellen für den bergauf Richtung Tempelhofer Feld fahrenden Bus);

  • dass  der 248er Bus bergab Richtung Mitte fährt am Platz der Luftbrücke weiter über den Mehringdamm und biegt dann rechts in die Bergmannstraße (auf der scheinbar keine Haltestellen vorgesehen sind). Dort fährt er bis zur Markthalle und biegt dann links in die Zossener Straße ein, die Haltestellen an der Markthalle bleiben;

  • LKW-Verkehr Richtung Mitte wird demnach ebenfalls über den Mehringdamm geleitet, soll aber offenbar nicht über die Bergmannstraße fahren, sondern im weiteren Verlauf Richtung Osten erst in die Gneisenaustraße einbiegen dürfen.

Nach Abschluss der Sanierung soll der 248er dann wieder wie bisher über die Friesenstraße in beiden Richtungen fahren.  Weitere Punkte, die sich aus diesem Plan ergeben:

  • Der Ablauf der Sanierung läuft nach diesem Plan in 4 Bauabschnitten (BA). So weit wir wissen betreffen die BA 1 + 2 den Bereich zwischen Columbiadamm und Jüterboger-/ Fidicinstraße, die BA 3 + 4 den Bereich von dort abwärts bis zur Markthalle;

  • unklar ist uns noch, wie die Einbahnstraßen-Verkehrsführung in den BA 2 bis 4 geleitet wird - es stellt sich die Frage ob es vom Wechsel von BA 1 zu BA 2 die Einbahnstraße auf Höhe Jüterboger-/ Friesenstraße einen "Schwenk" macht, und ob nach Fertigstellung von BA 1+2 (also dem gesamten "oberen Teil") es für die Restbauzeit oben bei der Einbahnstraße bleibt;

  • Aus dem Plan ergibt sich, dass die Querungen über die Friesenstraße (Arndt, Willi Alexis, Jüterboger-/Fidcinstraße) möglich sein sollen;

  • Nicht aus dem Plan, aber aus früheren Hinweisen des Bezirksamt ergibt sich, dass die Baustelleneinrichtung mit den abgegitterten Bereichen für Maschinen etc. Eck Friesen-/ Fidicinstraße auf der Seite von "la Boucherie" anvisiert ist.

Die Sanierung besteht nicht nur aus einer Asphaltdecke: Es wird der gesamte Untergrund der Fahrbahn einschließlich der Bordsteine ausgehoben, und auch darunter befindliche Versorgungsleitungen neu gemacht. Da die Fahrbahn schmaler wird, werden auch Bordsteine und Parkhäfen versetzt. Die Parkhäfen werden nicht asphaltiert, sondern mit dem entnommenen Kopfsteinpflaster neu gestaltet.

Eine Gefahr, die von allen Beteiligten gesehen wird, ist, dass Autofahrer bei einer asphaltierten Straße dazu neigen, schneller zu fahren. Dies kam auch in der Bürgerbeteiligung zu diesem Bauvorhaben zum Ausdruck, z.B. einer Veranstaltung am 02.07.2015, wie auch in einem Mail-Beteiligungsverfahren, über das Bürger/innen bis zum 11.08.2015 zum ersten vorgelegten Planungsentwurf Stellung nehmen konnten. In der Auswertung dieser Beteiligung (s. auch die Stellungnahmen des Ingenieursbüros LK Argus dazu) sowie den von uns durchgeführten Verkehrsgesprächen forderten Bürger*innen u.a.  zwei Mittelinseln mit Zebrastreifen auf Höhe der Arndt- und und der Jüterboger/ Fidicinstraße als zusätzliche Querungs-Hilfen für Fußgänger/innen, sowie Entschleunigungsmaßnahmen für Fahzeuge, die vom Columbiadamm in die Friesenstraße einbiegen.

Nach Gesprächen mit der BVG ist diese Lösung aufgrund verlängerter "Schwenkkurven" für die Busse im Bereich zwischen Fidicin-  und Schwiebusser Straße nicht möglich, weil diese nicht mit den Bushaltestellen in dem Bereich vereinbar gewesen wären - und die Linie 248 durch unseren Kiez sollte nach Meinung aller Beteiligten nicht in Frage gestellt werden. Es bleibt also dort bei dem vor einigen Jahren eingerichteten Fußgängerüberweg auf Höhe der Jüterboger-/ Fidicinstraße. Auch weitere Entschleunigungs-Elemente wie "Schwellen" bei der Einfahrt aus Richtung Columbiadamm lehnte die BVG leider laut Aussagen des Bezirksamts ab. Wie die aktuelle Planung in etwa aussieht, zeigen diese Planungsentwürfe.

Ein zentrales Element der "Fahrbahnsanierung Friesenstraße" - neben der Asphaltierung - ist die Verengung der Fahrbahn von derzeit 7,50 auf dann 6,50 m. Diese Fahrbahnverengung manifestiert sich in einer "Vorstreckung" der Gehwege an den Kreuzungen sowie den sonstigen Vorstreckungen, z.B. wo Bäume zwischen den Parkbuchten stehen. Auch durch diese Maßnahme erhoffen sich die Planer eine Entschleunigung des Verkehrs.

Unabhängig von dieser Maßnahme der Asphaltierung der Friesenstraße (oder auch einer Begegnungszone Bergmannstraße) ist unsere Initiative weiterhin davon überzeugt, dass eine wirkliche Reduzierung des Verkehrslärms in unserem Kiez nur durch eine Sperrung der Zossener Straße auf Höhe der Markthalle für den motorisierten Durchgangsverkehr erreicht werden kann.

 

Weitere Informationen zum Thema:

- Artikel aus der Berliner Woche vom Juli 2015 

  


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