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Parkraumbewirtschaftung                                 Stand 03.05.2018

Am 19.04.2018 informierte das Bezirksamt, namentlich der zuständige Stadtrat Hehmke und Mitarbeiter*innen seiner Verwaltung sowie das beauftragte Planungsbüro LK Argus,  auf einer Veranstaltung in der Leibniz-Schule die anwesenden über 100 Teilnehmer*innen über die geplante Einführung der Parkraumbewirtschaftung zum 01.10.2018 (s. Artikel der Berliner Woche.)

Gemäß eines BVV-Beschlusses soll dies gemeinsam mit der Testphase Begegnungszone erfolgen. Perspektivisch soll sie für den gesamten Bezirk kommen. Informationen zu den Kosten für Anwohner, Gewerbetreibende und Gästeparker finden Sie hier.

In der Vorbereitung für den Bergmannkiez müssen bis Oktober 2018 zahlreiche Parkscheinautomaten bestellt und Mitarbeiter*innen für die Überwachung eingestellt, sowie Räume für ihre Unterbringung bereitgestellt und die Information der Öffentlichkeit über Detailfragen sowie die Ausgabe von  Anwohner*innen-Vignetten organisiert werden.

Wir stehen der Parkraumbewirtschaftung grundsätzlich positiv gegenüber, da es nach allen Erfahrungen ein wirksames Mittel gegen Parkdruck, ordnungswidriges Parken auf Bürgersteigen und an Fahrbahn-Querungsstellen, sowie auch gegen umweltschädlichen Parksuchverkehr ist. Allein die tägliche Präsenz des Ordnungsamts im Kiez (außer Sonntags) wird auf Dauer etwas bewirken, und laut Aussage des Bezirksamts auf der Veranstaltung am 19.4. können die Gruppenleitungen der Einsatzkräfte des Ordnungsamts ordnungswidrig geparkte Autos sogar abschleppen lassen.

Wir werden beobachten, wie sich die Parkraumbewirtschaftung in der Praxis bewährt. Skeptisch sehen wir derzeit, dass die  Dauer der Bewirtschaftung nur bis 22 h gehen soll - in der fast ganzjährigen "Kiez-Saison" ist zu dieser Uhrzeit noch Hochbetrieb von Event-Gästen, die sich auf die Veranstaltungshallen am Columbiadamm, aber auch zur Bergmannstraße hin orientieren. Wenn sich um diese Uhrzeiten die aktuell vorherrschende Situation nicht merklich entspannt, werden wir Nachbesserungen einfordern.

Ein bemerkenswertes Rechtsverständnis des Bezirks offenbarte übrigens die Aussage eines Vertreters des Ordnungsamtes auf die Frage einer Teilnehmerin auf der Veranstaltung am 19.4. nach dem Umgang mit den Motorrädern auf Bürgersteigen: Dies sei eine "geduldete Ordnungswidrigkeit" - hier müssen die Falschparker also auch künftig nichts befürchten.

Ein anderer Aspekt ist, dass die Parkraumbewirtschaftung nichts an der Straßengestaltung ändert: Es werden keine sichtbaren Parkräume für die einzelnen Fahrzeuge angebracht.

Die Frage einer Neugestaltung / Umnutzung der überbreiten Fahrbahnen in vielen (Kopfsteinpflaster-) Straßen in unserem Kiez, wo je nach Straße, inklusive der Parkstreifen, fünf bis sechs PKW nebeneinander passen, ist ein Thema, dem wir uns gesondert widmen werden.

 

 

  


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